Unschlagbare Teams
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Johanna & Woody
Wir sind ein starkes Team… -geworden!
Mein Großpudel, es war irgendwie immer mein Traum.
Er war unsicher, ich war bemüht, aber von einigen unschönen Hundebegegnungen und ständigen Tipps verunsichert und manchmal stand mir auch sehr mein Perfektionismus im Weg.
Durch ein Schnupperkurs kamen wir aufs Mantrailing.
Wir, gemeinsam, ein Team und eine Aufgabe.
Unsicherheiten überwinden, ich Führung abgeben, mein Hund in Kommunikation mit mir, ich muss ihn lesen und danach handeln. Wir beide gewinnen an Selbstvertrauen und er lernt auch mal Entscheidungen zu treffen und ich vertraue ihm.Jetzt ein halbes Jahr später steht unsere 1. Prüfung bevor. Im Alltag sind wir ein Mega Team geworden. Unsere Kommunikation und unser Vertrauen zu einander so stark wie nie.
Wir sind beide durch das Mantrailing noch mehr zusammengewachsen.
Blickkontakt, Ohrenspiel, Tempowechsel, alles Zeichen die uns wie eine durchsichtige Leine begleiten, eine ganz enge Bindung ist entstanden.
Dinge die uns vorher im Alltag aus der Fassung gebracht haben, regeln wir jetzt fast immer selbstsicher und lassen uns nicht mehr so schnell ablenken. Ein gegenseitiges auf einander einlassen und nicht nur ein führen, das bringt uns als Team sehr viel Spaß. Mantrailing irgendwie ein Hobby aber es bringt so viel Mehrwert für die Bindungsarbeit zwischen Mensch und Hund. Und der Hund folgt einem Urinstinkt und nutzt seinen Geruchssinn.
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Sarah & Mali
Mali ist als typischer Labradorwelpe zu uns gekommen: offen, lustig, verspielt, mutig, aktiv. Die Sozialisierung verlief normal, sie lernte viel kennen. Dann kamen mehrere schwere Operationen mit Komplikationen. Danach bestimmten Ängste und Panikattacken unser Leben. Sie hatte Angst vor lauten Geräuschen, Lichtreflexen, Alltagssituationen und beweglichen Untergründen. Ihr Ausweg war Flucht, Graben oder Verstecken.
Wir begannen mit der Kleinobjektsuche, sie arbeitete begeistert mit der Nase, zeigte aber Unsicherheiten. Wir probierten vieles, sprachen mit Trainern und klärten medizinische Themen. Aufgeben kam nicht infrage. Auf der Suche nach etwas, das ihr Lebensqualität gibt, kam ich zum Trailen bei K9 Suchhunde-Elbe-Weser.
Schon beim Schnuppertag hatte sie große Freude. In der Gruppe war sie zunächst zurückhaltend, doch wir kamen Schritt für Schritt durch schwierige Situationen. Bald zeigte sich auch im Alltag Veränderung. Statt zu flüchten meisterten wir vieles gemeinsam, sie traute sich mehr zu.
Unsere Beziehung veränderte sich. Sie orientiert sich an mir und lässt sich Sicherheit geben. Ohne Trailen wird sie ängstlicher. Auf dem Trail kehren Stabilität und Lebensfreude zurück. Später bestand sie die Einsatzprüfung zum Tiersuchhund. Für uns ist Trailen der Schlüssel zueinander und eine gemeinsame Therapie.
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Fanny & Benjiro
Eine besondere Begegnung, die unser Leben veränderte.
Benjiro, ein japanischer Akita und mein Seelenhund, heute 6 Jahre alt und unverträglich mit Artgenossen. In jungen Jahren erlebte er zwei Beißvorfälle, was seine Unverträglichkeit verstärkte. Die Narben blieben trotz Training. An anderen Hunden vorbeizugehen war eine Qual. Jede Begegnung ließ meinen Puls steigen. Dann kam es zu einem Vorfall, bei dem Benji selbst austeilte.
Ich musste handeln. Das Vertrauen war erschüttert, ich konnte ihm kaum in die Augen schauen. Training brachte erste Erfolge. Doch was schweißt uns wieder zusammen? Auf Empfehlung begannen wir das Mantrailing bei Kirsten. Skeptisch gestartet, fanden wir Freude daran. Für einen Akita entwickelte sich Benji in der Ausbildung zum Suchhund sehr gut. Er arbeitete gewissenhaft und zielstrebig.
Der schönste Effekt war, dass ich in seine Welt eintauchen durfte. Wir wurden wieder ein Team, das Vertrauen kam zurück. Stolz nahm er mich mit auf seine Spur. Heute sehe ich wieder das Glänzen in seinen Augen. Unsere Spaziergänge sind leicht, Hundebegegnungen meistern wir souverän. Dieses Training stärkt das Hund-Mensch-Team enorm.
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Jana & Eliese
Eliese ist eine 9jährige Papillonhündin, die seit ca. 2 ½ Jahren jeden Freitag trailt. Mit ihr zogen Unruhe, Ressourcenverteidigung und Aggressionen gegenüber Menschen ein. Sie schlief nicht, konnte nicht entspannen, war unkonzentriert und rastete immer wieder aus. An Dogdance und Tricks war nicht zu denken. Wir mussten erstmal unseren Alltag hinbekommen.
Eine Freundin sagte: Probiere trailen doch mal aus. Lust hatte ich wenig, denn Tricks und Dogdance waren frustrierend, Frisbee verweigerte sie, beim Agility war sie zu kopflos. Wir hatten schon so viel durch. Warum also nicht?
Ich meldete uns zum Schnuppertag bei K9 Elbe-Weser an. Vor einiger Zeit haben wir die Prüfung Orange A bestanden. Wichtiger ist jedoch: Bereits nach dem Schnuppertag waren Veränderungen zu bemerken. Sie kam abends besser zur Ruhe und schlief in ihrem Wohnzimmerkörbchen.
Seit wir trailen ist Eliese motivierter und konzentrierter, reagiert weniger auf Geräusche und bellt seltener. Vor allem ist sie kooperativer. Wir gehen nicht mehr getrennt spazieren, sie orientiert sich an mir. Inzwischen haben wir wieder mit dem Tricktraining begonnen.
Ist das freitägliche Trailen nicht möglich, merken wir es schnell, dann ist wieder mehr Unruhe da. Insgesamt lernen wir durch das Trailen gemeinsam ein Team zu sein.
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Barbara & Felix
Vor vier Jahren musste ich meinen braunen Labrador Donald mit 13 Jahren einschläfern lassen. Ein paar Tage später fragte mich eine Bekannte, ob ich jemanden kennen würde, der einen Schweizer Schäferhund aufnehmen würde. Sein Frauchen war verstorben und er müsste sonst in ein Tierheim.
Ich überlegte, kam aber erstmal zu keinem Ergebnis. Doch dann ein Geistesblitz. Warum nahm ich diesen Hund nicht selber?
Zwei Tage später hatte ich einen neuen Hund. Felix kam aus keiner guten Haltung. Er war sehr ängstlich, zuckte beim Streicheln zusammen, und wenn man ihn rief, kam er quasi auf den Brustwarzen rutschend, mit eingezogenem Schwanz langsam auf einen zu. Es war schrecklich.
Da ich schon mit meinem ersten Hund getrailt hatte, meldete ich Felix und mich bald zum Mantrailing an. Zuerst war er sehr ängstlich, und es durften nur die Trainerin und ich als Führerin dabei sein. Keine Begleitperson.
Im Laufe der Zeit wurde sein Verhalten immer besser. Seine Ängstlichkeit ließ nach und er ist jetzt ein Hund, der selbstbewusst seiner Aufgabe nachgeht. Wir sind ein richtig gutes Team geworden!
Auch im Alltag spiegelt sich diese Entwicklung und ich führe sie zu einem großen Teil auf das Mantrailing zurück.
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Mirja & Loqui
Loqui kam im Januar 2020 aus dem spanischen Tierschutz zu uns. Ein kleiner Knirps, gerade mal 16 Wochen alt. Die ersten Monate waren von Aufpäppeln, Gesundwerden und Grunderziehung geprägt. Aber trotz aller Zuwendung ging er keine wirkliche
Bindung mit uns ein. Zu groß war seine Skepsis. Vor allem draußen war er reserviert.
Er traute sich kaum, Unbekanntes für sich zu entdecken. Er schaltete eher auf Rückzug. Fühlte er sich bedrängt, setzte er mit kräftigem Bellen auch mal ein deutliches Stopp-Signal. Sich an uns, seinen Menschen, zu orientieren, fiel dabei nicht in sein Lösungsschema. Deshalb wurden uns gemeinsame Aktivitäten empfohlen. Also probierten wir aus, was der klassische Hundesport für uns so hergab: Hoopers, Mobility, Longieren. Aber Loqui machte alles nur kurzzeitig mit. Er setze sich lieber ab, um selbstständig den Hundeplatz zu erkunden. Ohne seine Kooperationsbereitschaft sah ich keinen Sinn im Weitermachen. Denn ich wünschte mir nicht Gehorsam, sondern Bindung.Und dann bekam ich den ultimativen Tipp: Mantrailing!
Kein Hundeplatz, keine Dressur, sondern eine artgerechte Beschäftigung im Hund-Mensch-Team. Loqui war auf den Trails immer ambitioniert, die Versteckperson zeigte er mir aber auch Wochen und Monate später nur aus sicherer Distanz. Es waren Minischritte und doch es ging voran. Noch heute haben wir alle Tränen in den Augen, wenn wir uns erinnern, wie Loqui mich das erste Mal durch eine kleine Hecke zog und mit wedelnder Rute die Versteckperson begrüßte.Selbstvertrauen, Mut, Miteinander, Beziehung, das alles wird gestärkt.
Diese Veränderung wird auch in Alltagssituationen spürbar.
Wir durften es mit Loqui erleben:
Dem Trailen wohnt ein Zauber inne. -